100 Jahre Ringstraßen-Café
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Wien als Residenzstadt des riesigen Habsburger-reiches eine letzte Hochblüte. Kapitale der Kunst, Zentrum von Wissenschaft, Literatur und Philosophie, Wiege der Psychoanalyse – die Metropole an der Donau stand Städten wie Paris, Berlin oder London ebenbürtig gegenüber. Schon in der Frühzeit seiner Regentschaft hatte Österreichs Monarch, Franz Josef I., die Mauern um das Herz seiner Hauptstadt schleifen lassen, Wien also faktisch und symbolisch geöffnet und damit Platz für eine der großen Prachtstraßen des Kontinents geschaffen – für den Ring. Mit dem gründerzeitlichen Ringstraßen-Stil entwickelte sich eine eigene Architektur, … ![]()